Wie baut man eine starke Marke für sein Unternehmen auf?

Marina Lermant
3
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25. Oktober 2023
Wachstum
Inhaltsverzeichnis

Möchtest du dein eigenes Unternehmen gründen? Möchtest du deinem Studio neuen Schwung verleihen? Bewunderst du die Identität etablierter Yogastudios? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, einen Schritt zurückzutreten und an der Identität deines Studios zu arbeiten.

In diesem Artikel findest du alle Schritte, die du befolgen musst, um eine starke Marke aufzubauen. Bist du bereit, der Yoga-Welt deine wahre Persönlichkeit zu zeigen?

Erster Schritt: Lege die Ausrichtung und die Ziele deines Studios fest‍

Noch bevor du dich in die kreative Arbeit stürzt, ist es unerlässlich, einen Schritt zurückzutreten und dir klar zu machen, was dich mit Yoga verbindet und was dich einzigartig macht. Beginne damit, dich wieder auf die Ursprünge deiner Leidenschaft zu besinnen. Warum hast du dein Unternehmen gegründet? Was bedeutet Yoga für dich? Die Entscheidung, von deiner Leidenschaft zu leben, ist ein wichtiger Schritt, der oft von großen Ideen motiviert ist, an die du dich erinnern und die du in deine Identität integrieren solltest. Konzentriere dich dann wieder auf die Gegenwart und frag dich: Was hat mein Studio, was andere Studios nicht haben? Welches Gefühl möchtest du bei deinen Mitgliedern hervorrufen? Welches Problem löst du mit deiner Tätigkeit?

Und schließlich besteht der letzte Schritt dieser Selbstreflexion darin, dich in die Zukunft zu versetzen und dir dein Ziel vor Augen zu führen. Welchen Aspekt der Branche möchtest du durch deine Tätigkeit verbessern? In welcher Hinsicht möchtest du anerkannt werden?

Anhand der Antworten, die du sammelst, kannst du die Persönlichkeit deines Studios und das Wesen deines Unternehmens definieren. Versuche, die Grundhaltung deines Studios in drei Adjektiven zusammenzufassen. Aus diesen Überlegungen ergeben sich klare Ziele, die dir helfen, deine Zielgruppe zu identifizieren.

Schritt 2: Lass dich inspirieren

Nachdem du diesen Schritt zurückgetreten bist, hast du bereits die ersten Umrisse deiner Marke skizziert. Jetzt ist es an der Zeit, einen neuen Schritt zu machen: die visuelle Umsetzung. Wir empfehlen dir, ein Moodboard zu erstellen, das deiner zukünftigen visuellen Identität entspricht. Die Erstellung erfolgt in zwei Schritten: Suchen und Ordnen.

Für die Recherche ist Pinterest das ideale Werkzeug, da du dort Bilder, Ideen und Inspirationen zu den unterschiedlichsten Themen entdecken, speichern und teilen kannst. Erstelle ein Konto und richte ein privates Board ein, das ganz deinem Projekt gewidmet ist. Tauche ein in den Strom der Bilder und speichere die Inhalte, die dir am besten gefallen. Gib in die Suchleiste Stichwörter ein, darunter auch die Adjektive, die du zuvor identifiziert hast. Das Ziel ist es, eine Vielzahl von Elementen zu sammeln: Farben, Texturen, Formen, Schriftarten, Fotos, Zitate. Wenn du die Seite durchgesehen hast, schließe deinen Computer, mach eine Pause und komm später zurück, um diese Inspirationen zusammenzufassen und zu ordnen. Erstelle zur Organisation ein neues Dokument auf Plattformen wie Canva. Füge alle Bilder ein, die dir am wichtigsten erscheinen, und ordne sie nach Kategorien und nach Wichtigkeit: die wichtigsten Inspirationen größer als die zweitrangigen. Dieses Dokument, das deine wichtigsten Inspirationen zusammenfasst, wird dir bei den nächsten Schritten der Gestaltung als Leitfaden dienen.

Schritt 3: Erstelle die Kernelemente deiner Marke

Die visuelle Identität einer Marke basiert auf mehreren wesentlichen Elementen. Die erste Entscheidung betrifft die Farbpalette, die in der Regel aus drei Farbtönen besteht: einem Hauptfarbton und zwei Nebenfarbtönen. Es gibt kostenlose Online-Ressourcen wie Coolors.co, die diese Aufgabe erleichtern. Diese Websites bieten vorgefertigte Farbpaletten an oder ermöglichen es dir, anhand eines Bildes eine eigene zu erstellen.

Die zweite Entscheidung, die du treffen musst, betrifft die Typografie. In der Regel wählen Marken zwei Schriftarten aus: eine für Überschriften und eine für den Fließtext. Unser Tipp: Wähle zunächst eine Schriftart, die in gängiger Software leicht verfügbar ist, um Probleme bei der Installation zu vermeiden. Sobald du dich für die Hauptschriftart entschieden hast, erleichtern dir Websites wie Fontjoy.com die Suche nach einer passenden Ergänzungsschriftart.

Der dritte Schritt besteht darin, einen Slogan zu formulieren. Nutze die Adjektive, die du zuvor herausgesucht hast, und die Zitate, die du auf Pinterest gefunden hast, um einen kurzen und prägnanten Satz zu erstellen, der dich einzigartig macht.

Mit diesen Elementen bist du bereit, dein Logo zu entwerfen. Wenn es dir zunächst nicht möglich ist, einen Grafikdesigner zu beauftragen, mach dir keine Sorgen. Dienste wie Tailor Brands können automatisch ein Logo erstellen, das dir als Inspiration dient, um auf Plattformen wie Canva deine eigene Version zu gestalten. Denke außerdem an die Nutzung auf Mobilgeräten und entwirf ein responsives Logo, das auch für kleine Bildschirmgrößen geeignet ist.

Schritt 4: Fasse alle Elemente in einem einzigen Dokument zusammen

Um dir die zukünftige Arbeit zu erleichtern und deinen Mitarbeitern zu ermöglichen, sich voll und ganz mit deiner Identität zu identifizieren, solltest du die Erstellung eines Brand Books in Betracht ziehen. Dieses Dokument bündelt deine visuellen Entscheidungen und den für deine Marke definierten Ton. Du kannst es in drei Kategorien unterteilen:

Der Abschnitt „Über uns“: Fasse auf wenigen Seiten das Wesentliche deiner Marke zusammen, indem du deine Absichten und deine Persönlichkeit beschreibst. Nenne deine Ziele, Werte und deine Zielgruppe.

Der visuelle Leitfaden: Sammle hier alle bereits entwickelten visuellen Elemente, wie zum Beispiel das Logo, die Farben, den Slogan, die Schriftarten, die zu verwendenden Bilder sowie weitere Formen und ausgewählte Texturen. Um das Verständnis zu erleichtern, solltest du erwägen, Kategorien für „Do’s“ und „Don’ts“ anzulegen.

Der Kommunikationsleitfaden: Dieser Abschnitt enthält deine Richtlinien für das Verfassen von Texten, darunter den Ton deiner Marke, die Anrede deiner Zielgruppe, das Format von Social-Media-Beiträgen, E-Mail-Signaturen und sogar die Verwendung von Abkürzungen und Satzzeichen.

Indem du diese Aspekte in diesem Dokument zusammenführst, schaffst du eine einheitliche Markenidentität und gewinnst Klarheit bei der Erstellung deiner Kommunikationsmaterialien.

Letzter Schritt: Teile deine Inhalte

Sobald du alle Schritte zur Gründung und zum Aufbau deiner Yoga-Marke durchlaufen hast, kannst du dich an deine Zielgruppe wenden. Bei diesem entscheidenden Schritt geht es darum, festzulegen, wie du mit deiner Zielgruppe kommunizieren wirst und welche Medienkanäle dabei im Mittelpunkt stehen sollen. Beginne damit, zu bestimmen, welche Medien du nutzen wirst, um deine Botschaft zu verbreiten. Diese Kanäle dienen als Schnittstellen, über die du mit deiner Zielgruppe in Kontakt treten kannst.

Im Bereich Yoga gibt es ein paar unverzichtbare Hilfsmittel:

Website: Deine Website ist dein Online-Aushängeschild. Sie sollte professionell gestaltet sein, die visuelle Identität deines Unternehmens widerspiegeln und klare Informationen zu deinem Kursangebot, deiner Yoga-Philosophie und den Vorteilen bieten, die du deinen Schülern bietest. Eine gut strukturierte und übersichtliche Website ermöglicht es Besuchern, schnell das zu finden, was sie suchen.

App: Eine App bietet deinen Schülern mehr Komfort, da sie so von ihren Mobilgeräten aus auf deine Inhalte zugreifen können. Achte darauf, dass die App intuitiv zu bedienen ist und nützliche Funktionen für deine Zielgruppe bietet.

Instagram: Instagram ist eine visuelle und inspirierende Social-Media-Plattform, die sich perfekt eignet, um Bilder und Videos von deinen Kursen, Meditationssitzungen, Tipps zum Wohlbefinden und inspirierende Zitate zu teilen. Nutze relevante Hashtags, um die Sichtbarkeit deiner Beiträge zu erhöhen, und fördere die Interaktion mit deinem Publikum, indem du auf Kommentare reagierst und authentische Stories teilst.

Es ist wichtig, dass du dich nicht auf zu viele Medienkanäle verteilst. Konzentriere dich auf die Plattformen, die am besten zu deiner Zielgruppe und deiner Botschaft passen. Eine einheitliche Kommunikation über die von dir ausgewählten Medien hinweg stärkt deinen Markenbekanntheitsgrad und erhöht deine Glaubwürdigkeit in der Yoga-Branche.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Aufbau einer starken Marke für dein Yogastudio entscheidend ist, um dich von der Masse abzuheben. Wenn du diese Schritte befolgst, kannst du eine einheitliche und einprägsame Identität schaffen, die deine Werte und deine Leidenschaft widerspiegelt. Von der Definition der Persönlichkeit deines Studios bis hin zur Gestaltung zentraler Elemente wie Farben, Schriftarten und des Logos – jeder Schritt trägt zu einer starken Identität bei. Die Zusammenfassung dieser Elemente in einem Markenhandbuch sorgt für Einheitlichkeit und ein einheitliches Verständnis, während die Verbreitung von Inhalten über geeignete Medien deine Präsenz bei deinem Publikum stärkt.