Sind Sie bereit für den nächsten Schritt? So eröffnen Sie erfolgreich ein zweites Studio

Alisa Toyokawa
3
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9. Juli 2025
Wachstum
Inhaltsverzeichnis

Denkst du darüber nach, ein zweites Studio zu eröffnen? Dieser Leitfaden zeigt dir, was du vor einer Expansion beachten solltest, damit du mit Zuversicht und einer soliden Struktur wachsen kannst

Denkst du darüber nach, ein zweites Studio zu eröffnen? Hier erfährst du, was du wissen musst

Für viele Studiobetreiber fühlt sich die Eröffnung eines zweiten Standorts wie der logische nächste Schritt an. Dein erstes Studio läuft gut, deine Kurse sind voll und dein Team ist gut aufgestellt. Kurz gesagt: Du hast etwas aufgebaut, das funktioniert.

Doch genau hier beginnt die eigentliche Herausforderung. Denn was im kleinen Rahmen gut funktioniert, lässt sich nicht automatisch skalieren. Ein zweiter Standort bedeutet nicht einfach nur doppelte Einnahmen. Er bedeutet auch doppelte Verantwortung. Damit deine Expansion ein Erfolg wird, brauchst du mehr als nur eine gute Idee. Du brauchst Struktur, einen klaren Plan und die richtigen Grundlagen.

Dieser Leitfaden hilft dir dabei, die wichtigsten Fragen zu klären, bevor du deine Entscheidung triffst. Er gibt dir das nötige Selbstvertrauen und die nötige Klarheit, um dein Unternehmen in die nächste Wachstumsphase zu führen.

1. Läuft dein erstes Studio auch ohne dich?

Die wichtigste Grundlage für Wachstum ist Stabilität. Bevor du überhaupt darüber nachdenkst, einen zweiten Standort zu eröffnen, frag dich: Läuft dein aktuelles Studio reibungslos, auch wenn du eine Woche oder länger weg bist?

Viele Studiobetreiber unterschätzen, wie sehr sie im täglichen Geschäftsbetrieb gebraucht werden. Sie beantworten Fragen, lösen kleine Probleme, springen für kranke Trainer ein oder kümmern sich um technische Angelegenheiten, die Buchhaltung oder Social Media. In solchen Fällen bedeutet eine Expansion ein großes Risiko, denn du müsstest dich im Grunde klonen – was natürlich nicht möglich ist.

Stell dir stattdessen vor, du würdest für eine Weile komplett offline gehen. Was würde passieren? Wüsste dein Team, was zu tun ist? Gibt es klare Abläufe? Oder würde alles aus dem Ruder laufen?

Dein erster Standort ist bereit für eine Erweiterung, wenn:

  • Du wirst im Tagesgeschäft nicht mehr gebraucht und kannst dich auf die Strategie konzentrieren
  • Dein Team übernimmt Verantwortung und arbeitet selbstständig
  • Es gibt klare Systeme, die auch ohne dich funktionieren

Wenn das noch nicht der Fall ist, lohnt es sich, Zeit in den Aufbau solider Strukturen in deinem ersten Studio zu investieren. Erst dann kannst du dich wirklich darauf konzentrieren, ein zweites zu eröffnen.

2. Hast du deine Systeme und Prozesse im Griff?

Ein zweites Studio bedeutet nicht nur mehr Platz und mehr Kunden. Es bedeutet vor allem mehr Abläufe, Kommunikation und Koordination zwischen zwei verschiedenen Standorten. Damit du nicht überfordert bist, brauchst du klare Systeme, die zuverlässig funktionieren.

Das Ziel ist nicht, deinen Arbeitsaufwand zu verdoppeln, sondern so viel wie möglich zu standardisieren. So kannst du mit weniger Aufwand mehr erreichen und behältst auch aus der Ferne die Kontrolle.

Fragen Sie sich selbst:

  • Hast du Standardabläufe für wiederkehrende Aufgaben (wie Kursplanung, die Einarbeitung neuer Mitglieder oder die Gehaltsabrechnung)?
  • Gibt es Checklisten für neue Standorte, Mitarbeiterschulungen oder die Veranstaltungsplanung?
  • Nutzt du eine Software, mit der du mehrere Standorte von einem Ort aus verwalten kannst?
  • Sind Zahlungen, Mitgliedschaften und Kündigungen automatisiert?
  • Verfolgst du regelmäßig die wichtigsten Leistungsindikatoren (KPIs)?

Je besser deine Systeme heute funktionieren, desto einfacher wird es sein, dein Geschäftsmodell zu replizieren. Anstatt ständig Brände zu löschen, kannst du dich darauf konzentrieren, deine Marke auszubauen.

Tipp: Dokumentiere jeden Prozess so, als würdest du ihn jemandem erklären, der sich damit überhaupt nicht auskennt. Das schafft eine solide Grundlage nicht nur für deinen zweiten Standort, sondern auch für alle zukünftigen Standorte.

3. Der Standort ist entscheidend: Deine Marke braucht das richtige Umfeld

Eine gute Räumlichkeiten zu finden, ist nur der erste Schritt. Die wichtigere Frage lautet: Passt dieser Standort zu deiner Marke und deiner Zielgruppe? Nicht jede verfügbare Räumlichkeit in einer belebten Gegend führt automatisch zu vollen Kursen.

Du solltest den neuen Standort mit derselben Strategie angehen wie den ersten, wenn nicht sogar mit noch mehr. Mittlerweile hast du ein klares Bild von deiner Positionierung und weißt, welche Art von Menschen du ansprechen möchtest. Jetzt geht es darum, einen Ort zu finden, an dem diese Menschen leben, arbeiten oder ihre Freizeit verbringen.

Bevor du dich für einen Raum entscheidest, solltest du Folgendes prüfen:

  • Welche Altersgruppen, Lebensstile und Interessen prägen die Gegend?
  • Gibt es eine ausreichend große Bevölkerungsgruppe, die deiner Zielgruppe entspricht?
  • Wie sieht die lokale Konkurrenz aus?
  • Ist deine Marke dort bereits bekannt, oder fängst du ganz von vorne an?

Wenn dein aktuelles Studio zum Beispiel stark auf Mundpropaganda setzt, könnte es klug sein, dein zweites Studio im selben Stadtteil oder in einem nahegelegenen Viertel zu eröffnen. So kannst du auf deinem bestehenden Ruf aufbauen und vielleicht sogar einige deiner derzeitigen Mitglieder an den neuen Standort locken.

Wenn du in einer völlig anderen Stadt eröffnest, musst du damit rechnen, mehr Zeit und Mühe in Marketing, Markenbekanntheit und den Aufbau einer Community zu investieren. Es kann trotzdem klappen, aber du brauchst einen anderen Plan.

4. Wer wird den zweiten Standort leiten?

Man kann nicht an zwei Orten gleichzeitig sein. Und das muss man auch nicht, solange man jemanden hat, dem man voll und ganz vertraut. Der Erfolg deines zweiten Studios hängt stark von der Person ab, die es im Alltag leitet.

Diese Person muss mehr sein als nur ein guter Trainer. Sie braucht Führungsqualitäten, Organisationstalent und vor allem ein tiefes Verständnis für deine Werte, deine Vision und deine Erwartungen. Dein zweiter Standort sollte mehr bieten als nur Kurse; er sollte dieselbe Energie, Qualität und Atmosphäre haben wie der erste.

Denk mal über dein aktuelles Team nach: Gibt es jemanden, der diese Rolle übernehmen könnte? Einen langjährigen Trainer oder ein Teammitglied, das bereit ist, sich weiterzuentwickeln? Oder musst du jemanden von außen holen?

Ein guter Studioleiter sollte:

  • Lerne dein Studio, deine Kunden und deinen Stil kennen
  • in der Lage sein, eigenständige Entscheidungen zu treffen, die im Einklang mit deiner Marke stehen
  • zuverlässig, organisiert und in der Lage sein, ein Team zu leiten
  • bring Motivation und Eigeninitiative in die Rolle ein

Wenn du vorhast, jemanden aus deinem aktuellen Team zu befördern, solltest du rechtzeitig mit der Vorbereitung beginnen, am besten schon mehrere Monate vor der Besetzung der Stelle. So bleibt genügend Zeit für Schulungen, Mentoring und einen reibungslosen Übergang.

Tipp: Erstelle eine klare Rollenbeschreibung. Wofür genau wird der Manager verantwortlich sein? Welche Aufgaben bleiben bei dir? Eine klare Aufgabenteilung vermeidet Missverständnisse und beugt Burnout vor.

5. Finanzen: Du brauchst mehr als nur Kapital

Es liegt auf der Hand, dass ein zweiter Standort Geld kostet. Du brauchst Kapital für Miete, Renovierungen, Ausstattung, Marketing und Personal. Je nach Standort können sich die Kosten schnell auf mehrere Zehntausend Euro summieren. Aber Kapital allein reicht nicht aus. Du brauchst auch finanzielle Stabilität und einen realistischen Plan für die ersten Monate.

Viele Studiobetreiber unterschätzen, wie lange es dauern kann, bis ein neuer Standort die Gewinnzone erreicht. Wenn du Vorverkaufsangebote anbietest oder erst einmal eine lokale Kundschaft aufbauen musst, ist es völlig normal, drei bis sechs Monate lang mit Verlust zu arbeiten. Darauf vorbereitet zu sein, macht den entscheidenden Unterschied.

Fragen Sie sich selbst:

  • Ist dein erstes Studio rentabel, auch wenn du nicht aktiv daran beteiligt bist?
  • Hast du genug Rücklagen, um die ersten Monate ohne Stress zu überstehen?
  • Kannst du bei Bedarf beide Studios finanziell unterstützen?
  • Hast du verlässliche Einnahmequellen (wie zum Beispiel wiederkehrende Mitgliedschaften)?

Eine hilfreiche Übung ist es, einen Plan für den schlimmsten Fall zu erstellen: Was wäre, wenn das zweite Studio doppelt so lange braucht, um die Gewinnzone zu erreichen? Oder wenn du gleichzeitig in das erste Studio investieren musst? Wenn du auf diese Szenarien vorbereitet bist, kannst du bessere Entscheidungen treffen und unter Druck die Ruhe bewahren.

Tipp: Plane konservativ. Geh nicht vom besten Fall aus. Stütze deinen Plan stattdessen auf eine realistische Einschätzung. So vermeidest du unangenehme Überraschungen und machst das Wachstum stressfreier.

6. Nutze deine bestehende Community

Der größte Vorteil bei der Eröffnung eines zweiten Studios? Du fängst nicht bei Null an. Du hast bereits etwas, was die meisten neuen Unternehmen nicht haben: Vertrauen. Deine Community kennt dich, schätzt dein Angebot und hat dein Konzept in der Praxis erlebt. Das kannst und solltest du nutzen.

Wenn du frühzeitig bekannt gibst, dass ein zweites Studio eröffnet wird, sorgt das für Vorfreude und Engagement. Die Mitglieder fühlen sich in dein Wachstum einbezogen. Manche erzählen vielleicht weiter, während andere vielleicht einen Besuch am neuen Standort in Betracht ziehen, vor allem, wenn dieser näher an ihrem Arbeitsplatz liegt oder ein anderes Kursformat bietet.

Hier sind ein paar Möglichkeiten, wie du deine Community einbinden kannst:

  • Kommuniziere frühzeitig: Teile deine Pläne in Newslettern, in den sozialen Medien oder persönlich mit. Lass deine Mitglieder wissen, dass sie Teil deiner Reise sind.
  • Starte eine Vorverkaufskampagne: Biete vergünstigte Startpakete oder Angebote für frühen Zugang an, die am neuen Standort eingelöst werden können.
  • Beziehe bekannte Gesichter mit ein: Lass Trainer aus deinem ersten Studio einige Kurse in der Eröffnungswoche leiten, um sofort eine Verbindung herzustellen.
  • Veranstalte eine große Eröffnungsfeier: Feiere deine Erweiterung. Lade deine Community ein, die neuen Räumlichkeiten zu besuchen, kostenlose Kurse auszuprobieren oder ein Willkommensgeschenk zu erhalten.

Diese Verbindung zu deiner bestehenden Community wird deinem zweiten Studio Schwung verleihen. Du startest nicht im Dunkeln, sondern mit echter Unterstützung. Das steigert nicht nur die Buchungen, sondern sorgt von Anfang an für positive Energie.

Tipp: Überleg dir, ob ein standortübergreifendes Mitgliedschaftsmodell Sinn macht. Manche Kunden wechseln zwischen den Standorten hin und her oder bringen Freunde mit. Flexible Angebote können beide Studios gleichzeitig stärken.

7. Ändere nichts, was funktioniert (aber bleib flexibel)

Ein zweites Studio weckt oft den Wunsch, alles zu verbessern: schönere Räumlichkeiten, ein ausgefeilteres Kursprogramm, neue Kursformate. Das ist verständlich und bis zu einem gewissen Grad auch hilfreich. Aber sei vorsichtig. Wenn du versuchst, alles neu zu erfinden, verlierst du vielleicht genau das, was dein erstes Studio zum Erfolg gemacht hat.

Die Dinge, die deine Kunden lieben, die Stärken deiner Marke und die Abläufe, die dir das Leben erleichtern, sollten erhalten bleiben. Dein zweites Studio sollte nicht nur funktional sein, sondern sich wie eine Erweiterung dessen anfühlen, was du bereits geschaffen hast.

Gleichzeitig erfordert Wachstum Anpassungsfähigkeit. Vielleicht hat dein neues Publikum etwas andere Bedürfnisse. Vielleicht sieht die lokale Konkurrenz anders aus. Oder vielleicht funktionieren bestimmte Zeitfenster besser als an deinem ersten Standort.

Das heißt: Behalte bei, was funktioniert, aber achte darauf, was sich ändern muss.

In der Praxis:

  • Bleib deiner Philosophie, deinen Qualitätsstandards und deinem Erscheinungsbild treu
  • Passe deinen Zeitplan an, wenn die Nachfrage vor Ort anders ist
  • Sei offen für alternative Preise oder Angebote, wenn sie zum Viertel passen
  • Teste neue Ideen erst im kleinen Rahmen, bevor du sie an beiden Standorten einführst

Tipp: Betrachte dein zweites Studio als Weiterentwicklung, nicht als Neuanfang. So kannst du eine einheitliche Marke aufbauen und bleibst gleichzeitig flexibel genug, um nachhaltig zu wachsen.

Ein zweites Studio kann dein Unternehmen auf die nächste Stufe bringen

Aber nur, wenn du die richtige Strategie umsetzt.

Die Eröffnung eines zweiten Studios ist nicht nur ein weiterer Schritt. Es ist ein Meilenstein. Er beweist, dass dein Konzept funktioniert und dass du bereit bist, deine Vision weiterzuentwickeln. Genau deshalb erfordert dieser Schritt einen klaren Kopf und ein solides Fundament.

Wenn dein erstes Studio gut läuft, deine Abläufe gut dokumentiert sind und du ein starkes Team hast, stehen die Chancen gut, dass auch dein zweiter Standort erfolgreich sein wird. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, nichts zu überstürzen, sondern strukturiert und zielgerichtet vorzugehen.

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Wenn du dir sicher bist, dass dein erstes Studio auf soliden Beinen steht, dann wage den Sprung. Wenn du den richtigen Plan und die richtigen Werkzeuge hast und eine klare Vision vor Augen, wird dein zweiter Standort keine Belastung sein, sondern deinem gesamten Unternehmen einen echten Schub geben.

Denkst du darüber nach, einen zweiten Standort zu eröffnen?

Wir haben schon unzähligen Studios zu einer erfolgreichen Expansion verholfen und würden auch dich gerne dabei unterstützen.

Melde dich noch heute bei uns und lass uns gemeinsam deinen nächsten Schritt planen.